Weniger ertragreich, mit Mehraufwand bei der Ernte verbunden und daher lange Zeit ausgeklammert – Hafer fand erst spät die Aufmerksamkeit, die er verdient. Heute weiß man: Dieses Getreide ist eine echte Besonderheit.
Hafer vereint Widerstandsfähigkeit mit enormem gesundheitsförderndem Potenzial. Ob als Flocke im Frühstücksmüsli oder als cremiger Haferbrei ist es längst bekannt. Doch das vielseitige Korn kann noch viel mehr: In Getreidelaibchen, Aufläufen, Mehlspeisen, Brot oder sogar als Basis für ein Risotto zeigt Hafer seine ganze kulinarische Bandbreite.
Komplexe Kohlenhydrate regulieren den Blutzuckerspiegel & sorgen langanhaltend für Energie. Ballaststoffe halten lange satt & unterstützen die Verdauung optimal. B-Vitamine sorgen für ausgeglichene Stimmung & ein dickes Nervenkostüm.
Als Eiweißlieferant kommt uns Hafer beim Sport zugute. Mineralstoffe & Spurenelemente bewirken einen reibungslosen Ablauf im Haushalt unseres Körpers. So verleihen enthaltener Zink, Biotin & Silicium Haut, Haare, Nägel & auch allgemein Stärke. Lebenswichtig sind Kalium, Magnesium für Muskeln, Herz & Energiestoffwechsel. Eisen ist unerlässlich für die Blutbildung, Sauerstofftransport & Stoffwechselprozesse.
Der kurze Wissensauszug zeigt: Hafer ist wahrlich ein köstliches Wunderkorn.
Gut zu Wissen:
Was ist Nackthafer?
Nackthafer heißt so, weil das Korn bei der Ernte bereits aus der Spelze fällt. Das „nackte“ Getreide gehört zur Gattung des Hafers und hat einen höheren Nährstoffanteil. Herkömmlicher Hafer muss nach dem Drusch entspelzt werden, dabei gehen viele ernährungsphysiologisch wichtige Stoffe verloren.
Was ist Grünhafer?
Der Grünhafer ist äußerst aromatisch. Er wird in der Milchreife, kurz nach der Blüte, noch bevor sich die Stärke in das Korn einlagern kann, und somit in einem sehr frühen Reifestatus geerntet, getrocknet und geschält. Das Powerfood enthält nur wenig Stärke. In der Küche verhält sich Grünhafer wie Grünkern (Dinkel) und eignet sich hervorragend für Smoothies, Getreidebrei sowie Laibchen.






