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Grundsätzlich sollte man nur gereinigtes Getreide kaufen. In unserer Mühle wird es durch eine Vielzahl an Reinigungsmaschinen von Staub, gröberen Verunreinigungen wie Steinchen und Besatz mit Unkrautsamen befreit. Waschen würde die Haltbarkeit stark verkürzen, weil sich Mikroorganismen bei Feuchtigkeit besser vermehren. Besonders sorgfältig achten wir darauf, dass kein Befall mit Mutterkorn passiert. Es enthält etwa 30 teilweise hochgiftige Alkaloide, die eine Verengung der Blutgefäße verursachen und bei häufiger Aufnahme mit der Nahrung zu schweren Durchblutungsstörungen führen kann.
Am besten bewahrt man Getreide und Mehle in der Originalpackung, immer gut verschlossen in einem belüfteten Speiseschrank oder in einem luftigen Vorratsraum auf. Für eine sachgerechte Aufbewahrung empfehlen wir folgende Regeln:
- Schutz vor Feuchtigkeit, auch vor zu hoher Luftfeitigkeit wie z.B. Kochdämpfe
- Schutz vor Fremdgerüchen, d.h. keine Lagerung neben getuchsintensiven Stoffen wie Gewürzen, Kaffee oder Waschpulver
- Schutz vor hohen und niedrifen Temperaturen, insbesondere vor starken Temperaturwechseln
- Schutz vor Licht, direkt Sonneneinstrahlung vermeinden
Eine Lagertemperatur zwischen 15 und 20 Grad ist günstig.
Zum Mehl
Vermahlt man das volle Korn zu Vollkornmehlen oder Schroten, so sind darin alle Inhaltsstoffe des Getreides enthalten. Je mehr Randschichten abgetrennt werden, desto geringer ist der Wirkstoffgehalt, am niedrigsten beim Weizenmehl Type 480. Es enthält weniger Kalzium, Ballaststoffe und auch weniger Vitamine, besonders der B-Gruppe. Trotz des geringen Wirkstoffgehaltes von hellen Mehlen hat es im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung mit vorwiegend Vollkornprodukten einen Platz. Seine Nährstoffzusammensetzung ist wie bei allen Getreideprodukten günstig: viel Stärke, pflanzliches Eiweiß, wenig Fett und viele Ballaststoffe. Ihr Gehalt ist zwar zwei Drittel geringer als im ganzen Korn, aber höher als in fast allen Gemüse- und Obstarten!
Haushaltsgetreidemühlen
Wer sich eine Getreidemühle für den Haushalt kaufen möchte, sollte darauf achten, dass das vermahlene Mehl nicht zu warm wird. Ein generelles Problem aller Haushaltsmühlen ist die Entwicklung von Hitze, denn beim Mahlen entsteht durch die Reibung immer Wärme. Schon Temperaturen zwischen 50 und 55 Grad verändern das Eiweiß in der Struktur. Dadurch verringern sich Dehnbarkeit und Elastizität des Klebereiweißes und des Teiges sowie die Volumenausbeute beim fertigen Gebäck. Bei Temperaturen ab bereits 40 Grad ( = gut handwarm) werden die Antioxidantien wie Vitamin E vermehrt zerstört. Aus diesem Grund sind solche Mehle schlechter gegen Oxidation, das heißt gegen Luftsauerstoff geschützt und sie werden schneller schlecht.
Wir empfehlen Ihnen daher, wenn sie sich eine Haushaltsmühle kaufen wollen, immer ein größeres Modell zu wählen und das Getreide langsam durchzumahlen, damit es bei der Vermahlung nicht zu stark erwärmt wird.

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